Der Verein

Die Wiener Frauenhäuser bieten seit 1978 Schutz, Sicherheit und Unterstützung für Frauen und Kinder, die von Gewalt betroffen sind. Unser Ziel ist es, Frauen in Krisensituationen einen geschützten Ort zu bieten, an dem sie zur Ruhe kommen, neue Perspektiven entwickeln und selbstbestimmt ihren Weg in ein gewaltfreies Leben gestalten können.

Unser Angebot umfasst eine sichere Unterbringung, psychosoziale Beratung, Krisenintervention, rechtliche Beratung sowie Unterstützung und Begleitung im Umgang mit Behörden. Darüber hinaus begleiten wir Frauen bei der Entwicklung neuer Lebensperspektiven, allen damit verbundenen Anliegen und stärken sie auf ihrem Weg in ein gewaltfreies Leben.

Die Mitarbeiterinnen der Wiener Frauenhäuser verfügen über eine Ausbildung im psychosozialen Bereich, langjährige Erfahrung und arbeiten vertraulich, wertschätzend und ressourcenorientiert. Die Bedürfnisse und Entscheidungen der Frauen stehen dabei stets im Mittelpunkt unserer Arbeit.

Die Wiener Frauenhäuser sind mehr als ein Schutzraum. Wir setzen uns aktiv für die Rechte von Frauen ein, machen Gewalt sichtbar und engagieren uns für eine Gesellschaft, in der Frauen und Kinder sicher leben können. Denn jede Frau hat das Recht auf ein Leben frei von Gewalt. 

Finanzierung

Die Finanzierung der Wiener Frauenhäuser erfolgt aus Mitteln der Gemeinde Wien, vertreten durch das Frauenservice Wien (MA 57) im Ressort der Frauenstadträtin Elke Hanel-Torsch.

Die Beratungsstelle für Frauen erhält als Familienberatungsstelle auch eine Subvention vom Bundeskanzleramt Sektion VI – Familie und Jugend, Referat 4/a – Familienberatung und Familienförderung. 

Psychosoziale und juristische Prozessbegleitung wird durch das Bundesministerium für Justiz gefördert.

Das Projekt der Klärungsgespräche wird gefördert vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung.

Die Beratungsstelle Perspektive:Arbeit wird vom ams Wien gefördert.

Geschichte

Der Verein Wiener Frauenhäuser wurde 1978 gegründet. Ein Überblick über die Geschichte des Vereins und die wichtigsten politischen Veränderungen soll hier geschaffen werden.

2026

Die Wiener Frauenhäuser veröffentlichen ein neues Branding sowie eine neue Website mit Fokus auf Barriere-Armut.

2024

Die Handreiche zum Umgang mit Gewalt im Zusammenhang mit Obsorge und Kontaktrecht wird vom Bundesministerium für Justiz veröffentlicht. Dies bietet einen Leitfaden für Richter:innen im Umgang mit Gewalt in Zivilverfahren. 

2023

Das 3. Wiener Frauenhaus wird umgewidmet in ein Frauenhaus für junge Frauen. Hier erhalten Frauen zwischen 16 und 25 Jahren Unterstützung und Beratung angepasst auf die Bedarfe der Zielgruppe. 

2022

Das 5. Wiener Frauenhaus wird eröffnet. In Summe zählt der Verein nun 114 Plätze für Frauen und 114 Plätze für Kinder.

Die Beratungsstelle Perspektive:Arbeit wird eröffnet. Hier erhalten gewaltbetroffene Frauen Unterstützung beim (Wieder-) Einstieg in den Beruf. 

2019

Schutzmaßnahmen aus dem Gewaltschutzgesetz werden ausgeweitet. Ein umfassendes Annäherungsverbot wird eingeführt.

2018

Die Wiener Frauenhäuser begehen ihr 50-jähriges Jubiläum. Im Zuge der Feierlichkeiten gibt es eine Ausstellung über die Geschichte im Volkskundemuseum. 

2017

Die Beratungsstelle des Vereins erweitert ihr Angebot, um spezifische Beratung zum Thema Cybergewalt und eignet sich gezielt Expertinnenwissen an, um betroffenen Frauen bestmögliche Unterstützung zu bieten – sowohl in der psychosozialen Beratung als auch in der Rechtsberatung und Prozessbegleitung.

2016

Der Tagungsband „Beschädigte Seele“ mit aktuellen Beiträgen aus Forschung und Praxis sowie zum interdisziplinären Austausch für die Verbesserung der Situation psychisch kranker, gewaltbetroffener Frauen und deren Kinder wird veröffentlicht.

2014

Gemeinsam mit der Gesundheitsbeauftragten der Stadt Wien, Beate Wimmer-Puchinger, und dem Karmasin Institut wird eine Studie zu psychischer Gewalt durchgeführt. Außerdem erscheint der Tagungsbericht „Ohne mich bist du nichts – Psychische Gewalt in der Familie“ anlässlich der Tagung zum 35-jährigen Bestehen des Vereins Wiener Frauenhäuser.

Die Beratungsstelle des Vereins übersiedelt in den 12. Bezirk. Der neue Standort bietet barrierefreie Räumlichkeiten.

2013

Anlässlich des 35-jährigen Vereinsjubiläums wird das Thema „psychische Gewalt“ aufgegriffen und eine Fachtagung hierzu abgehalten.

2012

Das renovierungsbedürftige – historisch zweite – Wiener Frauenhaus siedelt nach knapp 30 Jahren in ein neues Haus.

2011

Der Verein Wiener Frauenhäuser führt mit Elfriede Fröschl eine Studie zum Thema „Sexualisierte Gewalt gegen Frauen“ durch. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Frauen die von körperlicher und psychischer Gewalt betroffen sind, auch sexualisierte Gewalt erfahren haben (62% der Frauenhausbewohnerinnen), darüber aber kaum sprechen. Präsentiert wird die Studie auf der gemeinsam mit dem Frauennotruf der Stadt Wien organisierten Fachtagung „… selber schuld!?“

Österreich unterzeichnet die Istanbul Konvention, ein Eu-weites Übereinkommen zur Bekämpfung von Gewalt an Frauen.

2008

Der Verein begeht sein 30-jähriges Jubiläum und veranstaltet zum einen die Fachtagung „30 Jahre Frauenhäuser: Schutz für Frauen, Schutz für Kinder“, zum anderen wird das Buch „Am Anfang war ich sehr verliebt“ von Karin Berger und Andrea Brem in der Nationalbibliothek präsentiert.

2006

Der Übergangswohnbereich wird weiter ausgebaut und erhält ein eigenes Team an Betreuerinnen. 

2005

Der zentrale Notruf der Wiener Frauenhäuser wird geschaffen. Dieser ist unter der Nummer 05 77 22 rund um die Uhr erreichbar und regelt zentral die Aufnahme in ein Frauenhaus.

2002

Aufgrund der hohen Auslastung der Frauenhäuser wird das 4. Wiener Frauenhaus eröffnet. 

Das erste Wiener Frauenhaus übersiedelt in größere Räumlichkeiten.

1999

Der Übergangswohnbereich wird erweitert durch die Anmietung eines Übergangswohnhauses.

Die Beratungsstelle wird vergrößert und übersiedelt in größere und zentrale gelegene Räumlichkeiten.

1997

In multiinstitutioneller Zusammenarbeit wird das Gewaltschutzgesetz erarbeitet, das 1997 in Kraft tritt. Dieses ermöglicht, das Betroffene von häuslicher Gewalt in der vertrauten Umgebung bleiben können, während die gewalttätige Person die gemeinsame Wohnung verlassen muss. Zur Unterstützung der Opfer werden Interventionsstellen (heute Gewaltschutzzentren) eingerichtet.

1996

Das dritte Wiener Frauenhaus wird eröffnet. Zudem intensivieren die Wiener Frauenhäuser die Zusammenarbeit und Schulung anderer Berufsgruppen, wie zum Beispiel mit dem Gesundheitsbereich und Pädagog:innen.

1993

Die Wiener Frauenhäuser mieten Wohnungen an für Frauen, die nicht mehr akut von Gewalt betroffen sind aber dennoch psychosoziale Unterstützung brauchen. Der Übergangswohnbereich wird gegründet. 

1992

Zusätzlich zur Arbeit mit den im Frauenhaus lebenden Frauen und Kindern, kommt es zu vielen ambulanten und telefonischen Beratungen von Frauen, die von Gewalt betroffen sind aber den Schutz in einem Frauenhaus nicht benötigen. Um dieser Zielgruppe adäquate Unterstützung zu bieten wird die Beratungsstelle für Frauen gegründet.

1989

Die Zusammenarbeit mit der Polizei wird durch Gewaltschutz-Schulungen für Polizeischüler:innen erweitert. Die Schulungen werden von Mitarbeiterinnen der Wiener Frauenhäuser durchgeführt. 

1980

Aufgrund des hohen Bedarfs wird das zweite Wiener Frauenhaus eröffnet. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch kein Frauenhaus in den anderen Bundesländern 

1978

Der Verein Wiener Frauenhäuser wird gegründet und das erste Frauenhaus Österreichs in Wien eröffnet. Initiiert wurde dies durch den Zusammenschluss von Studentinnen der Sozialakademie. Unterstützt wurden sie von den Politikerinnen Johanna Dohnal und Irmtraut Karlsson.