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Werbekampagne: In jedem Opfer häuslicher Gewalt steckt eine starke Frau.Werbekampagne: In jedem Opfer häuslicher Gewalt steckt eine starke Frau.Werbekampagne: In jedem Opfer häuslicher Gewalt steckt eine starke Frau.Werbekampagne: In jedem Opfer häuslicher Gewalt steckt eine starke Frau.Werbekampagne: In jedem Opfer häuslicher Gewalt steckt eine starke Frau.

Geschichte

2016

Der Tagungsband "Beschädigte Seele" mit aktuellen Beiträgen aus Forschung und Praxis sowie zum interdisziplinären Austausch für die Verbesserung der Situation psychisch kranker, gewaltbetroffener Frauen und deren Kinder erscheint.

2015

2015 benötigen bzw. nutzen besonders viele Frauen den Schutz der Wiener Frauenhäuser: Die durchschnittliche Auslastung beträgt das ganze Jahr über 114%.

In der laufenden Betreuung der von Gewalt betroffenen Frauen in den Wiener Frauenhäusern wird eine weitere Verbesserung erzielt – um die große Sprachenvielfalt abzudecken, steht ab jetzt Videodolmetsch zur Verfügung.

Im Rahmen des Vereins ZÖF werden nun außerdem opferschutzorientierte, professionell begleitete Clearing-Paargespräche – in Kooperation mit Männerberatungsstellen – angeboten.

2015 wird die gesamte Corporate Identity des Vereins Wiener Frauenhäuser neu konzipiert, es entsteht ein komplett neues Design, das die Kernpunkte des Vereins widerspiegelt. Als Basis der CI findet sich anstatt der vormals abstrahiert dargestellten Frau erstmals ein abstrahiertes Haus als Key Visual – der zentrale Punkt des Schaffens und Tuns des Vereins. Die Linienführung repräsentiert dabei den Weg zum Frauenhaus, den Aufenthalt und den danach folgenden Weg in die Zukunft:

Logo Verein Wiener Frauenhäuser

Inhaltlich rücken die ZÖF-Mitglieder Wien, Graz und St. Pölten im Herbst 2015 ein spezielles Thema in den Vordergrund: Die Tagungsreihe "Beschädigte Seele – Zusammenhänge zwischen häuslicher Gewalt und psychischen Erkrankungen" findet unter Beteiligung zahlreicher renommierter Expertinnen aus dem In- und Ausland statt.

2014

Auch 2014 erfolgt eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema "Psychische Gewalt" und deren dramatischen Folgen. Gemeinsam mit der Gesundheitsbeauftragten der Stadt Wien, Beate Wimmer-Puchinger, und dem Karmasin Institut wird eine Studie zu psychischer Gewalt durchgeführt. Außerdem erscheint der Tagungsbericht "Ohne mich bist du nichts – Psychische Gewalt in der Familie" anlässlich der Tagung zum 35-jährigen Bestehen des Vereins Wiener Frauenhäuser.

Die Beratungsstelle des Vereins übersiedelt vom 1. Bezirk in den 12. Bezirk, Vivenotgasse 53 – der neue Standort bietet barrierefreie Räumlichkeiten und ist somit auch für Frauen mit Behinderung, aber auch für Frauen mit Kinderwägen gut zu erreichen.

2013

Seit der Gründung haben es sich die Frauenhäuser zur Aufgabe gemacht Tabuthemen anzusprechen und so wird anlässlich des 35-jährigen Vereinsjubiläums das Thema ‚psychische Gewalt‘ aufgegriffen, eine Fachtagung hierzu abgehalten und die Werbekampagne ‚Wenn der Partner die Kontrolle übernimmt.‘ gelauncht.

Rund 14.000 gewaltbetroffene Frauen und 13.000 Kinder suchten in den letzten 35 Jahren Schutz in einem Wiener Frauenhaus und erhielten Unterstützung und Beratung. Diese Jahre sind von einer Professionalisierung der Sozialarbeit und von notwendiger Öffentlichkeitsarbeit - zum Aufzeigen, Überdenken und Verändern der Problematik - geprägt.

2013 wird auch der Zusammenschluss Österreichischer Frauenhäuser gemeinsam vom Verein Wiener Frauenhäuser, dem Frauenhaus Graz und dem Haus der Frau St. Pölten gegründet. Der Verein ZÖF versteht sich als Vernetzungsplattform und als Serviceeinrichtung.
http://www.frauenhaeuser-zoef.at

2012

Das renovierungsbedürftige – historisch zweite - Wiener Frauenhaus siedelt nach knapp 30 Jahren in ein neues Haus. Nach langen und intensiven Planungs- und Bauarbeiten steht nun jeder Bewohnerin des zweiten Wiener Frauenhauses gemeinsam mit ihren Kindern eine eigene Wohneinheit mit Dusche und WC zur Verfügung. Pro Stockwerk gibt es eine Gemeinschaftsküche und einen Aufenthaltsraum. Kindern stehen ein Garten und ein Bewegungsraum zur Verfügung und Jugendliche haben ein eigenes Jugendzimmer, in das sie sich zurückziehen können. Hoher Wert wird auf bauliche Sicherheitsmaßnahmen gelegt.

2010/11

Der Verein Wiener Frauenhäuser führt mit Elfriede Fröschl eine Studie zum Thema ‚Sexualisierte Gewalt gegen Frauen‘ durch. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Frauen die von körperlicher und psychischer Gewalt betroffen sind, auch sexualisierte Gewalt erfahren haben (62% der Frauenhausbewohnerinnen), darüber aber kaum sprechen. Präsentiert wird die Studie auf der international besetzten und gemeinsam mit dem Frauennotruf der Stadt Wien organisierten Fachtagung "… selber schuld!?".

Mittels einer Werbekampagne "Wenn das Schlafzimmer der gefährlichste Ort wird." soll die breite Öffentlichkeit für das Thema der sexualisierten Gewalt in Partnerschaften sensibilisiert und betroffene Frauen darin bestärkt und ermutigt werden, sich in derartigen Situationen professionelle Hilfe zu suchen.

2008

Der Verein begeht sein 30-jähriges Jubiläum und veranstaltet zum einen die Fachtagung "30 Jahre Frauenhäuser: Schutz für Frauen, Schutz für Kinder", zum anderen wird das Buch "Am Anfang war ich sehr verliebt" von Karin Berger und Andrea Brem in der Nationalbibliothek präsentiert.

2006

Die breit angelegte Werbekampagne "Wenn Liebe weh tut: 05 77 22" wird gelauncht. Mittels zweier Sujets wird auf Plakatflächen, im U-Bahnbereich und auch in Wiener Bädern das Thema ‚Gewalt gegen Frauen‘ offensiv angesprochen. Zum einen um die Problematik gesellschaftlich sichtbar zu machen, zum anderen um betroffene Frauen zu erreichen.
http://www.frauenhaeuser-wien.at/werbekampagne.htm

Es ist dem Verein ein Anliegen jeder gefährdeten Frau umgehend einen Platz in einem Frauenhaus anbieten zu können. Gleichzeitig ist es auch wichtig Frauen gut versorgt und möglichst rasch wieder aus dem Frauenhaus "auszusiedeln", da das Leben in einer Kriseneinrichtung auch belastende Seiten hat. Eine Evaluation ergibt, dass in den Frauenhäusern trotz des bestehenden Übergangswohnangebots immer noch Frauen leben, deren akute Krisen- und Gefährdungssituation bereits abgeklungen ist, die aber aus verschiedensten Gründen dennoch nicht aus dem Frauenhaus ausziehen können. Der Ausbau des Übergangswohnbereichs wird zur Lösung des Problems herangezogen: Zum einen werden weitere Wohnungen angemietet, zum anderen übernimmt ein eigens für die Arbeit des Übergangswohnbereichs abgestelltes Team dort die Arbeit auf.

Dank der finanziellen Unterstützung der Rotarier Stephansplatz kann ein Gruppenangebot für Buben eingerichtet werden, welches bis heute läuft. In dieser durch männliche Psychotherapeuten betreuten Gruppe wird Buben, welche mit ihren Müttern in den Wiener Frauenhäusern leben, die Möglichkeit eröffnet, sich auch mit männlichen Bezugspersonen mit ihrer schwierigen Lebenssituation auseinander zu setzen und positive Männlichkeitsbilder zu entwickeln.

2005

Der Verein etabliert eine gemeinsame Soforthilfe-Hotline. Ab sofort sind alle vier Frauenhäuser rund um die Uhr, an 365 Tagen unter der gemeinsamen Telefonnummer 05 77 22 erreichbar und Frauenhauswohnplätze werden fortan zentral über die Hotline vergeben. Der Verein verzeichnet in diesem Jahr mehr als 3.000 Notrufe.

2002

Das vierte Wiener Frauenhaus wird eröffnet und das erste Frauenhaus übersiedelt.

In den neuen Häusern steht für 23 Frauen und deren Kindern Platz zur Verfügung; die Frauen haben einen eigenen Wohnbereich, es gibt verschiedene Räumlichkeiten für die Kinder und auch an ausreichend Gemeinschafts- und Büroräumlichkeiten ist gedacht.

Insgesamt stehen in Wien nun 160 Plätze für misshandelte Frauen und deren Kinder in Frauenhäusern zur Verfügung.

2001/02

Auch nach der Eröffnung des dritten Wiener Frauenhauses sind die Belegzahlen der Frauenhäuser an der Kapazitätsgrenze und der Bedarf für ein viertes Frauenhaus in Wien ist gegeben.

Die Stadt Wien kommt der Empfehlung des Ausschusses des Europäischen Parlaments für die Rechte der Frau aus dem Jahre 1987 nach - pro 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner soll ein Platz für eine misshandelte Frau in einem Frauenhaus zur Verfügung stehen - und stellt dem Verein zwei Objekte zur Verfügung, die hervorragend als Frauenhäuser geeignet sind. Ein alter Gemeindebau wird generalsaniert und als viertes Wiener Frauenhaus konzipiert. Das zweite Objekt ist ein Neubau und soll als Ersatz für das historisch erste, bereits abgewohnte und zu kleine Frauenhaus dienen. Der Verein ist bei beiden Objekten von Beginn an in die Planung eingebunden, sodass bedarfsgerecht gebaut werden kann.

1999

Als Ergänzung zu den bestehenden Übergangswohnungen mietet der Verein ein Übergangswohnhaus an. Aufgrund der stetig steigenden Beratungsnachfrage übersiedelt die Beratungsstelle in größere und zentral gelegene Räumlichkeiten. In Folge kann die Arbeits- und Betreuungsqualität optimiert werden und misshandelte Frauen finden ein Ambiente vor, in dem sie in einer freundlichen Atmosphäre ungestört beraten werden können.

1997

Auf Initiative von Mitarbeiterinnen des Vereins Wiener Frauenhäuser wird in multiinstitutioneller Zusammenarbeit das Gewaltschutzgesetz erarbeitet, das 1997 in Kraft tritt. Das Gewaltschutzgesetz ermöglicht, dass Opfer von häuslicher Gewalt in der vertrauten Umgebung bleiben können, während die gewalttätige Person die gemeinsame Wohnung verlassen muss. Zur Unterstützung der Opfer werden Interventionsstellen eingerichtet.

Die Praxis zeigt jedoch, dass aber doch viele Frauen in akuten Krisensituationen - trotz Wegweisungen und Betretungsverboten des Gefährders - einen Ort benötigen wo sie sich vor neuerlichen Gewalttätigkeiten wirklich sicher fühlen und professionelle Beratung in Anspruch nehmen können. Frauenhäuser, Interventions- und Beratungsstellen bilden ein gemeinsames Netz um gewaltbetroffenen Frauen bestmögliche Unterstützung zu bieten.

1996

Ein drittes Frauenhaus wird in Wien eröffnet. Die Mitarbeiterinnen aller Frauenhäuser und der Beratungsstelle kümmern sich zudem verstärkt um die Schulung von weiteren Personen und Berufsgruppen, welche mit dem Thema ‚Gewalt gegen Frauen‘ konfrontiert sind, wie zum Beispiel Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter anderer Einrichtungen, Personal aus dem Gesundheitsbereich oder Pädagoginnen und Pädagogen.

Präventions-, Vernetzungs- wie auch Öffentlichkeitsarbeit - mit dem Ziel der Aufklärung, Information und Sensibilisierung für die Problematik - bleiben über die Jahre wichtige Aufgaben.

1993

Der Verein mietet einige Wohnungen an, um sie zeitlich begrenzt an Frauen zu vergeben, die nicht mehr akut von Gewalt betroffen sind, aber dennoch psychosoziale Unterstützung benötigen. Mit dem Angebot der Übergangswohnungen kann zum einen diesen Frauen adäquater geholfen werden, zum anderen werden wieder rascher Krisenplätze frei.

1992

Zusätzlich zur Arbeit mit den im Frauenhaus lebenden Frauen und Kindern, kommt es zu vielen ambulanten und telefonischen Beratungen. Immer wieder suchen Frauen die zwar von Männergewalt betroffen sind, aber nicht unmittelbar den Schutz eines Frauenhauses brauchen, Rat und Unterstützung in den Frauenhäusern. Um auch diesen Frauen adäquate Hilfe bieten zu können, aber zu verhindern, dass die geheimen Adressen der Frauenhäuser zu öffentlich werden, wird eine ambulante Beratungsstelle gegründet. Die Beratungsstelle unterstützt Frauen in Gewalt-, Trennungs- oder bei innerfamiliären Problemsituationen, als niederschwellige Einrichtung auch mit dem Schwerpunkt der Prävention im Vorfeld akuter Gewalt.

1989

Öffentlichkeitsarbeit und Kooperation mit anderen Berufsgruppen sind von Anbeginn Aufgaben der Frauenhäuser. Nach der gemeinsamen Entwicklung eines Informationsblattes für gewaltbetroffene Frauen mit der Polizei und dem Notruf für vergewaltigte Frauen starten erste Seminare für Polizistinnen und Polizisten, die von Mitarbeiterinnen des Vereins Wiener Frauenhäuser geleitet werden. Die Schulung von (angehenden) Sicherheitswachebeamtinnen und Sicherheitswachebeamten bleibt auch in Zukunft ein fixer Bestandteil der Frauenhausarbeit.

1980

Immer mehr Frauen aus ganz Österreich suchen gemeinsam mit ihren Kindern Schutz vor den Gewalttätigkeiten ihrer Männer. Aufgrund der großen Nachfrage nach Frauenhausplätzen ist es notwendig ein zweites Frauenhaus in Wien zu errichten. Mit Unterstützung der Stadt Wien gelingt dies und zwar noch bevor ein Frauenhaus in einem anderen Bundesland realisiert werden kann.

1978

Das erste Frauenhaus Österreichs wird in Wien eröffnet. Obwohl viele Menschen in Österreich der Meinung sind, dass es Gewalt gegen Frauen in der Familie nicht gibt, gelingt es einer Gruppe von Studentinnen der Sozialakademie mit Hilfe engagierter Politikerinnen, wie Johanna Dohnal und Irmtraut Karlsson, das Projekt Frauenhaus auch in Österreich zu starten. Schon vor der offiziellen Eröffnung finden dort Frauen und deren Kinder, die dringend Schutz und Unterstützung brauchen, eine Unterkunft.

1971/72

Erin Pizzey gründet 1971 einen Frauentreffpunkt in einem Londoner Vorort. Innerhalb kürzester Zeit suchen dort immer mehr Frauen Schutz vor ihren gewalttätigen Partnern und der Grundstein für das erste Frauenhaus in Europa ist gelegt.